Zahnarztpraxis Dr. Karen Krix
/

Ihre Zahnarztpraxis in Hünfelden Dauborn

 

Parodontitisbehandlung 

Unter Parodont versteht man den Zahnhalteapparat, bestehend aus Zahnfleisch, Kieferknochen, die Wurzel umgebenden Wurzelzement und Wurzelhaut, die die Zahnwurzel mit dem Knochen verbindet. Parodontitis entsteht in der Regel durch eine bakterielle Infektion bedingt durch Zahnbelag auf der Wurzeloberfläche, den so genannten Biofilm.

Folgende Faktoren können, neben dem Hauptfaktor Biofilm, die Entstehung einer Parodontitis begünstigen:

  • Rauchen
  • Stress
  • Zuckererkrankungen
  • Vererbbare Faktoren wie Osteoporose

Das gesunde Zahnfleisch ist blassrosa, füllt die Zahnzwischenräume aus und blutet beim Zähneputzen nicht. Rötung, Blutung, Schwellung des Zahnfleisches, Schmerzen, Änderung der Zahnstellung, Zahnlockerung sowie Mundgeruch können Anzeichen einer Parodontitis sein. Durch eine intensive häusliche Zahnpflege, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und professionelle Zahnreinigung kann vorgebeugt werden. Eine Verbesserung der Mundhygiene steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern trägt auch zum allgemeinen Gesundheitszustand bei. Eine bestehende Erkrankung kann durch die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen zumindest ein Stillstand erzielt werden. Neueste Studien haben gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Parodontitis und allgemeinen Erkrankungen gibt. Eine unbehandelte Parodontitis kann das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes erhöhen.

  • 75 – 90 % aller Erwachsenen leiden unbemerkt an einer Erkrankung des Zahnhalteapparates. Der Parodontologie kommt also eine zentrale Rolle in der Erhaltung eines gesunden Kauorgans zu.
  • Wird die Entzündung nicht frühzeitig behandelt und gestoppt, kann sie auf den Kieferknochen übergreifen und schubweise zu dessen Abbau führen. Der somit verloren gegangene Knochen ist nicht so einfach zu ersetzen.
  • Es kommt zum Zahnverlust. Damit ist die Parodontitis häufigste Ursache für Zahnverlust.
  • Parodontitis kann mit einer Risikoschwangerschaften einhergehen und erhöht laut Studien die Gefahr einer Frühgeburt um das 7,5fache.

Behandlungsablauf:

Nach eingehender Untersuchung (Röntgen, Ermitteln der Tiefe der Zahnfleischtaschen) erfolgt eine nichtchirurgische Reinigung der Wurzeloberfläche und Zahnfleischtaschen. Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist in der Regel nicht schmerzhaft. In einigen Fällen ist die Gabe eines Antibiotikums notwendig. In der Nachsorge sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Zahnreinigung unerlässlich. 

Therapieblauf:  

Initial- oder Hygienephase (diese kann sich auf mehrere Sitzungen erstrecken):

1. Professionelle Zahnreinigung, eingehende Untersuchung

Wir werden Ihnen die Ursachen der Parodontitis erklären und Sie erfahren, wie Sie ihre Zähne optimal reinigen können. Sie lernen, wie Sie die verschiedenen Reinigungsinstrumente richtig handhaben. Die Zähn werden dabei zunächst von den erreichbaren weichen und festen Belägen gereinigt.

2. Parodontologische Behandlung

Einige Wochen nach erfolgter Zahnreinigung werden unter Lokalanästhesie alle erreichbaren harten Auflagerungen und bakteriellen Beläge von den Wurzeloberflächen und aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Durch diese erste Hygienephase wird die Bakterienmenge verringert und die Entzündung geht zurück.

Zwischenkontrolle

Nach einigen Wochen erfolgt eine erneute Beurteilung Ihres Zahnfleisches. Wenn die bisherige Behandlung nicht ausgereicht hat, um die Zahnfleischtaschen zu beseitigen, werden wir mit Ihnen weiterführende Behandlungsschritte besprechen.

Nachsorge (Unterstützende Parodontitistherapie: UPT, Recall):

Langfristig ist der Erfolg dieser Behandlung entscheidend von ihrer Mitarbeit in der täglichen Mundhygiene und der regelmäßigen Betreuung durch unser Praxisteam abhängig. Im Rahmen der Nachsorgeuntersuchunge werden Zähne und Zahnfleisch kontrolliert (z. B. Messung der Zahnfleischtaschen) und professionell gereinigt. Wir überprüfen auch an welchen Stellen Sie ihre Zahnpflege noch verbessern sollten. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung werden in den meisten Fällen Nachsorgetermine alle drei-sechs Monate notwendig sein.

Nehmen Sie die Nachsorgetermine unbedingt wahr! Ohne regelmäßige Nachsorgetermine besteht sonst die Gefahr, dass die Erkrankung wiederkehrt und sich die Zerstörung des Zahnhalteapparates fortsetzt.

Wichtig: Das Entscheidendste für den Erfolg der Parodontalbehandlung ist Ihre Mitarbeit. Nehmen Sie die Behandlungstermine und die Nachsorgetermine unbedingt wahr und verwenden Sie besondere Sorgfalt auf Ihre tägliche Mundhygiene.




< Kinderbehandlung | Parodontitisbehandlung | Prophylaxe >