Zahnarztpraxis Dr. Karen Krix
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Ihre Zahnarztpraxis in Hünfelden Dauborn

 

Endodontie

Die Endodontie befasst sich mit den Erkrankungen der Zahnpulpa (Zahnnerv). Diese befindet sich im Wurzelkanal, ein Hohlraum im Inneren der Wurzel. Die Pulpa besteht aus Bindegewebe, Nervenfasern, Blut- und Lymphgefäßen.

Eine Wurzelkanalbehandlung (endodontische Behandlung) ist indiziert bei einer Entzündung oder Infektion der Pulpa. Tiefe Karies, wiederholte Füllungstherapie am Zahn, Zahn-/Wurzelriss oder Unfallverletzungen können die Ursache sein. Unbehandelte Schädigungen des Zahnnervs verursachen Schmerzen und lassen die Pulpa schließlich absterben. Dann können sich Bakterien rasend schnell vermehren. Dringen sie über die Wurzelspitze hinaus, reagiert die körpereigene Abwehr dort mit einer schmerzhaften Vereiterung. In der Folge kann das zur Zerstörung des umliegenden Kieferknochens führen.

Das Ziel einer endodontischen Behandlung ist es, den erkrankten Zahn zu erhalten. Dafür muss das entzündete Gewebe vollkommen aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Anschließend werden der Wurzelkanal und alle Seitenkanäle desinfiziert und bakteriendicht verschlossen.

Der zu behandelnde Zahn wird zunächst örtlich betäubt. Dann wird ein Zugang zum Wurzelkanal geschaffen. Mit feinen Nadelinstrumenten und maschinell betriebenen Instrumenten werden das infizierte Pulpagewebe und mit Bakterien infizierte Anteile der Wurzelkanalwände entfernt. Dieses kann je nach Anzahl und Form der Wurzelkanäle sehr zeitaufwändig sein. Deshalb kann sich eine Wurzelkanalbehandlung auch über mehrere Termine erstrecken. Anschließend werden die Wurzelkanäle intensiv gespült und dabei bis zur Wurzelspitze desinfiziert.
Nach der gründlichen Säuberung wird der Wurzelkanal mit gewebeverträglichem Füllmaterial verschlossen, um das Eindringen neuer Bakterien zu verhindern. Als Füllmaterial wird in der Regel Guttapercha verwendet, ein kautschukähnliches, getrocknetes Material, gewonnen aus einem Tropenbaum. Obwohl die moderne Endodontie heute schon sehr erfolgreich ist, gibt es Fälle, die einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen. Eine Wurzelspitzenresektion kann z.B. bei Wurzelverkrümmungen, Zystenbildungen oder in der Folge von Zahnwurzelbrüchen die letzte Chance zum Zahnerhalt sein.

    

Eine endodontische Behandlung ist sehr zeitintensiv. Sie erfordert viel Erfahrung, größte Sorgfalt und umfangreiche Fachkenntnisse des Zahnarztes. Um unseren Patienten stets die optimale Versorgung zu gewährleisten, nehmen wir regelmäßig an Fortbildungen teil. Moderne Therapien und Instrumente haben die Erfolgsaussichten einer Wurzelkanalbehandlung auf 90% steigen lassen. Wird eine Revision (Entfernung der alten Wurzelfüllung) erforderlich, sinken die Chancen allerdings auf 70-80 %. Mit moderner Endodontie haben wir die Möglichkeit, ihre eigenen Zähne langfristig zu erhalten. Eine Garantie für den Erfolg einer endontologischen Therapie und damit den Zahnerhalt kann Ihnen aber kein Zahnarzt geben. In Ausnahmefällen können Komplikationen auftreten, die eine Extraktion des Zahnes erforderlich machen. So ist es möglich, dass Entzündungen an der Wurzelspitze trotz erfolgreicher Wurzelbehandlung nicht zurückgehen oder dass nicht alle Wurzelkanäle gesäubert werden konnten, weil sie durch harte Dentinpartikel verschlossen waren. 


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